Beruflich bedingte Hauterkrankungen, die in der Berufskrankheitenliste unter den BK-Ziffern 5101 ("Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen") sowie 5103 ("Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung") geführt werden, zählen zu den am häufigsten angezeigten Berufskrankheiten. Oftmals sind die Ursachen für diese Erkrankungen vielfältig.
Diese DGUV Information unterstützt dabei, unterschiedliche Hautgefährdungen zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Prävention von Hauterkrankungen abzuleiten. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Auswahl, Bereitstellung und Anwendung beruflicher Hautmittel. Dazu zählen Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel sowie Händedesinfektions- und Sonnenschutzmittel.
Die DGUV Information stellt den aktuellen Kenntnisstand des Sachgebietes Hautschutz im Fachbereich "Persönliche Schutzausrüstungen" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zur Prävention von Hauterkrankungen am Arbeitsplatz dar und richtet sich an Arbeitgeber, Beschäftigte und alle mit dem betrieblichen Hautschutz befassten Personen.
Diese DGUV Information wurde unter Berücksichtigung der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 401 "Gefährdung durch Hautkontakt – Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen" sowie der S2k-Leitlinie "Berufliche Hautmittel: Hautschutz, Hautpflege und Hautreinigung" der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) erstellt.
Ergänzend dazu unterstützen die Unfallversicherungsträger bei der branchenspezifischen Prävention. Weiterführende Informationen sind den Publikationen und Informationsmedien der Unfallversicherungsträger zu entnehmen.