Wer erstmals Gehörschutz benutzt, könnte bezweifeln, dass man sich an ihn gewöhnen kann.
Vielleicht aus folgenden Gründen:
Diese Klagen treten besonders dann auf, wenn nicht der richtige Gehörschutz ausgewählt wurde. Die Praxis zeigt jedoch, dass man sich an Gehörschutz gewöhnen kann.
"Mit Gehörschutz höre ich ja nichts mehr!"
|
Viele befürchten, mit Gehörschutz nichts oder nicht mehr richtig zu hören. Mit Gehörschutz hört man natürlich alles leiser und etwas anders, aber daran kann man sich gewöhnen.
"Gehörschutz kann ich nicht die ganze Schicht über tragen!"
|
Meist ist ein falsch ausgewählter Gehörschutz daran schuld. Machen Sie Trageversuche mit anderen Gehörschutzarten. Beginnen Sie mit kurzen Tragezeiten. Täglich bei Arbeitsbeginn im Lärmbereich anfangen und so lange Gehörschutz tragen, wie es eben geht. In einer Woche müsste es geschafft sein.
"Ich bekomme immer Entzündungen im Gehörgang!"
|
Gehörschützer müssen sauber sein. Deshalb sollte man Gehörschutzstöpsel nur mit sauberen Fingern einsetzen oder herausnehmen. Muss man häufig Gehörschutz einsetzen und wieder herausnehmen (zum Beispiel Vorgesetzte oder Beschäftigte mit wechselnden lauten und leisen Arbeitsbereichen), eignen sich besonders Bügelstöpsel, Stöpsel mit Griff oder Kapselgehörschützer. Dies besonders, wenn man in den betreffenden Arbeitsbereichen mit aggressiven Medien oder Schmutz in Kontakt kommt.
Bei Kapselgehörschützern müssen die Dichtungskissen nach den Herstellerangaben gereinigt und regelmäßig ausgetauscht werden.
An Gehörschutz kann sich jeder gewöhnen, an ein geschädigtes Gehör niemand!
|