6 Fragen zu Pflanzen

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Frage 34: Fördern Pflanzen im Büro die Gesundheit?

Pflanzen tragen zum Wohlbefinden der Beschäftigten bei. Sie schaffen eine individuelle Arbeitsumgebung und eine lebendige Atmosphäre. Dies wird von den meisten Beschäftigten als angenehm empfunden.

Damit die Pflanzen ihre Funktion als Wohlfühlelement erfüllen, bedarf es nicht nur der richtigen Pflanzenwahl, sondern selbstverständlich einer intensiven und passenden Pflege, z. B Gießen, Düngen, Schneiden. Bei mangelnder Pflege können sich in der Blumenerde Schimmelpilze vermehren, die Sporen an die Raumluft abgeben. Gerade bei großblättrigen Pflanzen kann sich auch Staub auf den Blättern ablagern, der regelmäßig entfernt werden sollte.

Bestimmte Pflanzen können ein Allergierisiko darstellen In der nachfolgenden Tabelle 9 sind Beispiele für Pflanzen mit bekanntem Allergiepotential aufgeführt.

Tabelle 9 Beispiele für Pflanzen mit bekanntem Allergiepotential. (Quelle: Allergiezentrum Schweiz [6])

mit bekanntem Allergiepotential
Pflanzenname
Allergische Wirkung
Birkenfeige (Ficus benjamina) gelegentlich kreuzreaktiv mit Latex, Atemwege
Wachsblume (Hoya carnosa) Atemwege
Farne Atemwege
Einblatt (Spathiphyllum wallisii) Nasenlaufen, Atemwege, Haut
Philodendronarten (Ph. Bipennifolium, Ph. Scandens) Atemwege, Haut
Strahlenaralie (Schefflera actinophylla/arbolicola) Atemwege, Haut
Yuccapalme (Jucca aloifolia) Haut
Usambaraveilchen (Saintpaulia ionantha-Hybride) Haut
Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) Haut
Giftaron (Dieffenbachia) Haut
Drachenbaum (Dracaena) Atemwege
Becherprimel (Primula obconica) Haut
Orchidee (Orchidaceae) Haut

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Frage 35: Können Pflanzen Schadstoffe in der Luft abbauen?

Bestimmte Pflanzen, z. B. Efeutute (Epipremnum aureum), Aloe Vera, Drachenbaum (Dracaena), können in geringem Umfang Schadstoffe, z. B. VOC, Formaldehyd, Benzol, aus der Raumluft abbauen. Allerdings ist die Schadstoffbelastung im Büro normalerweise nicht höher als die allgemeine Umweltbelastung.

Abb. 7 Erhöhung der Luftfeuchte durch Pflanzen in einem Büro mit 20 m<sup>2</sup> Grundfläche und 2,7 m Raumhöhe.

Abb. 7 Erhöhung der Luftfeuchte durch Pflanzen in einem Büro mit 20 m2 Grundfläche und 2,7 m Raumhöhe.

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Frage 36: Können Pflanzen die Luftfeuchte erhöhen?

Pflanzen können nur in seltenen Fällen helfen, die Luftfeuchte im Raum wesentlich zu erhöhen.

Der Effekt ist stark abhängig von der Art und Anzahl der Pflanzen. Es werden viele Pflanzen, insbesondere solche, die einen hohen Wasserbedarf haben, z. B. Zyperngras, benötigt, um die Luftfeuchte merklich zu beeinflussen.

Abb. 8 Schefflera arboricola

Abb. 8 Schefflera arboricola

Pflanzen sind Lebewesen, die mit Hilfe ihrer Spaltöffnungen ihren Feuchtigkeitshaushalt regulieren. Das heißt z. B., dass viele Arten bei höheren Temperaturen und/oder geringer Luftfeuchtigkeit ihre Spaltöffnungen schließen, um die Feuchtigkeitsabgabe an die Umgebungsluft zu verlangsamen.

Bei einem Austausch von Raumluft (+22 °C und 50 % relative Luftfeuchte) gegen Außenluft (-4 °C und 50 % relative Luftfeuchte) mit einer Luftwechselrate von 0,5 h-1 geht der Raumluft in jeder Stunde viel Feuchtigkeit verloren. Liefert man diese nicht umgehend nach (Luftbefeuchtung), hätte man im Büro nach einer Stunde nur noch eine relative Luftfeuchte von 29 % (s. a. Frage 11).

Ein Raum von 20 m2 Grundfläche und 2,7 m Deckenhöhe benötigt deshalb je Stunde eine zusätzliche Feuchtigkeitsmenge von ca. 225 g Wasser.

Um diese ausschließlich mit Pflanzen als Feuchtigkeitsspender zu decken, sollte folgende Rechnung beachtet werden:

Klassische Büropflanzen können insgesamt max. 10 g Wasser pro Stunde und m2 Blattfläche verdunsten. Eine Schefflera arboricola (Kleine Strahlenaralie) von ca. 1,3 m Höhe schafft mit ihren ca. 1,4 m2 Blättern eine Verdunstung von 8,7 g/Stunde [7].

Das heißt, man benötigt 26 dieser Pflanzen, um die ursprüngliche Luftfeuchte von 50 % im Büro wieder zu erreichen (Abb. 7).

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Frage 37: Können vertikale Innenraumbegrünungen mehr zur Verbesserung des Klimas beitragen?

In den letzten Jahren sind immer häufiger vertikale Innenraumbegrünungen ("Green Walls") in Bürogebäuden anzutreffen. Diese reichen von kleineren Einheiten (Abb. 9 links) bis ganzen Wänden, z. B. in Empfangshallen (Abb. 9 rechts).

Im Grunde gilt hier dasselbe wie für "herkömmliche" Bepflanzungen in Töpfen und Kästen. Die Pflanzen müssen sehr gut gepflegt werden (siehe Frage 34) – bei großen Wandflächen kann dies nur über Fachleute gewährleistet werden. Der Einfluss auf die Luftqualität und die Luftfeuchte hängt von der Wahl und der Anzahl der Pflanzen ab (siehe Fragen 35 und 36) sowie dem gewählten Bewässerungssystem.

Abb. 9 Beispiele für vertikale Innenraumbegrünung

Abb. 9 Beispiele für vertikale Innenraumbegrünung